Eine empirische Analyse mit jährlichen Angebotsmieten und Transaktionspreisen der Periode 2015-2024.
Das Swiss Real Estate Institute hat für den Untersuchungszeitraum 2015–2024 untersucht, wie sensitiv das Wohnraumangebot in der Schweiz auf Veränderungen von Eigentumswohnungspreisen und Angebotsmieten reagiert. Die Analyse basiert auf Transaktionspreisen von Eigentumswohnungen und Angebotsmieten, jeweils gemessen pro Quadratmeter Wohnfläche, und wurde auf Kantons- und Städteebene durchgeführt. Angebotsmieten werden dabei als Annäherung an die tatsächlich abgeschlossenen Mieten verwendet, da sie am Schweizer Mietwohnungsmarkt eng mit den Transaktionsmieten zusammenhängen.¹
Eine frühere Studie der Universität Bern mit Daten für den Zeitraum 2005–2015 kommt zum Schluss, dass eine Mietpreissteigerung von 10% schweizweit zu rund 14% mehr angebotenen Wohnungen führt. ² Das neue Arbeitspapier des Swiss Real Estate Institute untersucht die Angebotspreiselastizität für Mietwohnungen auf Städteebene. Die Analyse zeigt: In den untersuchten Städten reagiert das Mietwohnungsangebot deutlich schwächer auf steigende Mieten. Ein Mietpreisanstieg von 10% führt dort lediglich zu rund 5% mehr angebotenen Mietwohnungen.
Die Resultate zeigen, dass das Mietwohnungsangebot insbesondere in städtischen Märkten nur begrenzt auf steigende Mieten reagiert.
Quelle: Ilg & Marty (2026): Schätzung von Preiselastizitäten des Wohnraumangebotes in der Schweiz. Eine empirische Analyse mit jährlichen Angebotsmieten und Transaktionspreisen der Periode 2015-2024. Analyse ist hier verfügbar.
¹ Fleury, M. (2018): Das Verhältnis von Angebots- und Transaktionspreis am Schweizer Mietwohnungsmarkt. Swiss Real Estate Journal, Nr. 17, S. 36–43.
² Büchler, S., Ehrlich, M. V. & Schöni, O. (2021): The amplifying effect of capitalization rates on housing supply. Journal of Urban Economics, 126, 103370.


